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Zempin auf Insel Usedom

Zempin (Entfernung 4,7 km)

Zempin liegt auf der Oseseeinsel Usedom dort, wo der Abstand zwischen der Pommerschen Bucht und dem Achterwasser am geringsten ist. Die erste urkundliche Erwähnung Zempins datiert aus dem Jahr 1571, der Ort wird als Bauerndorf und Fischerdorf bezeichnet. Zempin ist erst seit 1996 als Seebad anerkannt, der erste Campingplatz wurde jedoch bereits 1956 eröffnet. Ein historisches Denkmal befindet sich im Wald bei Zempin, wo Abschussstellen der testweise während des Zweiten Weltkrieges gezündeten Marschflugkörper zu sehen sind. Mit den Abschussstellen war Zempin eine Nebenstelle der Heeresversuchsanstalt in Peenemünde.

Bademöglichkeiten bestehen in Zempin sowohl am Ostseestrand als auch am Achterwasser. Am Achterwasser befindet sich eine mehr als dreihundert Jahre alte markante Eiche, während der Ostseestrand in Zempin über weite Strecken von einem Küstenwäldchen gesäumt wird. Sehr schön sind die mehr als fünfzig traditionellen Reetdachhäuser, welche sich auf verschiedene Straßen des historischen Dorfkerns verteilen.
Das Zempiner Heimathaus trägt den niederdeutschen Namen “Uns olle Schaul“, da es in einem alten Schulgebäude untergebracht ist. Die Sammlung besteht in erster Linie aus dreißig Schiffsmodellen, welche der ortsansässige Fischer Konrad Tiefert gebaut hat. Eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit bilden die Salzhütten am Zempiner Ostseestrand. Diese wurden während der 1880er Jahre erbaut und dienten der Lagerung von Salz. Da die moderne Fischkonservierung noch nicht erfunden war und besonders das Vorkommen von Heringen in der Ostsee starken Schwankungen unterlag, mussten die Usedomer Fischer in guten Jahren auf Vorrat fischen. Damit der Fisch zuverlässig nicht verdarb, ordnete die preußische Regierung an, dass dieser sofort nach dem Fang mit Salz konserviert werden musste. In den Salzhütten wurden die großen benötigten Salzmengen aufbewahrt.
Zwischen Zempin und Koserow befindet sich das Anwesen Lüttenort. Dort wohnte der Usedomer Künstler Otto Niemeyer-Holstein. Dieser verfügte testamentarisch, dass sein Wohnhaus nach seinem Tod als Ausstellungsraum genutzt werden soll. Neben der letzten und unvollendeten Arbeit des Künstlers zeigt Lüttenort heute in der Galerie und im Skulpturengarten weitere Werke des Malers und Bildhauers und seiner Künstlerfreunde.