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Pudagla auf Insel Usedom

Pudagla (Entfernung 19,1 km)

Das Zentrum der Gemeinde Pudagla liegt etwas mehr als einen Kilometer vom Achterwasser entfernt, ein schmaler Strandabschnitt gehört ebenfalls zum Gemeindegebiet. Die Küste der Pommerschen Bucht mit den Kaiserbädern ist fünf Kilometer von der Ortsmitte entfernt. Die erste Erwähnung der Gemeinde erfolgte im Jahr 1270 unter dem Namen Pudgla. Seine historische Blütezeit erlebte der Ort im Jahre 1309, als das Kloster Grobe nach Pudagla verlegt wurde und nach kurzer Zeit die meisten umliegenden Orte in dessen Besitz kamen. Das Kloster wurde 1535 infolge der Reformation aufgelöst.
Von der Badestelle am Achterwasser lässt sich ein mitten im Wasser liegender Findling betrachten. Dieser trägt den Namen Teufelsstein, da er der Legende nach vom Teufel geworfen wurde, um den Bau des Klosters in Pudagla zu unterbinden. Er traf nicht richtig, so dass der Stein gegen den Konker Berg prallte und von dort ins Wasser fiel. Die wissenschaftliche Erklärung für das Vorhandensein des Findlings im Achterwasser besagt, dass dieser durch einen Gletscher während der Weichseleiszeit mitgeführt wurde.
Der Achterwasser-Strand in Pudagla ist zwar schmal, im Gemeindegebiet existieren weitere Bademöglichkeiten am Schmollensee. Der See ist durch einen kleinen Bach mit der Bezeichnung Groote Beek mit dem Achterwasser verbunden und liegt größtenteils auf dem Gemeindegebiet von Pudagla, kleinere Anteile am See haben Heringsdorf (Ortsteil Bansin) und Benz. Der Schmollensee verfügt über einen gleichnamigen Bahnhaltepunkt der Usedomer Bäderbahn. Einen schönen Blick über den Schmollensee bietet trotz seiner geringen Höhe von achtunddreißig Metern der Glaubensberg. Der Name hat keinen religiösen Bezug, sondern beruht auf der lautlichen Umformung eines slawischen Begriffes für Gegend am Berg.
Zu den baulichen Sehenswürdigkeiten in Pudagla zählt die Bockwindmühle. Das genaue Baujahr der Mühle ist unbekannt, sicher belegt ist ihre Existenz durch eine sie anzeigende Straßenkarte für das Jahr 1752. Eine urkundliche Erwähnung der Mühle findet sich für das Jahr 1779, als sie ihren Besitzer wechselte. Die Bockwindmühle in Pudagla wurde bis in das Jahr 1937 zum Mahlen von Getreide genutzt. Nach einer sorgfältigen Restaurierung betreibt heute der Mühlenverein die Bockwindmühle. Die Mühle ist funktionsfähig und vermittelt Besuchern ein Bild ihrer Nutzung.
Das Schloss in Pudagla entstand 1574 durch den Umbau des ehemaligen Klosters. Das interessanteste Ausstattungsdetail ist das Wappen oberhalb des Hauptportales.